Das Kind meiner Mutter

 

Bei einem spektakulären, selbst verschuldeten Autounfall verlieren Florian Burkhardts Eltern ihr jüngstes Kind. Einen Buben. Der ältere Sohn und sie selbst überleben. Absolut unversehrt. Als Ersatz für das tote zeugen die Eltern, die immer schon zwei Kinder haben wollten, sofort ein neues. Ihn. Florian. Und von Stund an richtet die Mutter ihren ganzen Fokus und all ihre Energie auf ihn, den neugeborenen Prinzen. Aus Angst, auch ihn zu verlieren, beschützt sie Florian vor allen Einflüssen der »gefährlichen« Außenwelt: Fahrrad fahren, Radio hören, Fernseh schauen, Freunde besuchen und anderweitige Außenkontakte sind verboten oder werden kontrolliert. Noch als Teenager spielt Florian ausschließlich mit jüngeren Kindern; so kann ihn niemand zum Konsum von Drogen oder Alkohol verführen. Raum für eine eigenständige Entwicklung gibt es keinen. Die Überbehütetheit wird zum erdrückenden Gefängnis. Doch erst als die Eltern versuchen, Florians Homosexualität zu unterbinden, begehrt er, inzwischen 16 Jahre alt, auf und wird in ein katholisches Internat gesteckt, wo er zum Grundschullehrer ausgebildet werden soll. Nach fünf Jahren hält Florian das Lehrer-Diplom in der Hand. Und damit sein Ticket in die lange ersehnte Freiheit.

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ISBN Print 978-3-03763-079-2
ISBN E-Book 978-3-03763-628-2

 

electroboy Film

 

"electroboy" Kinodokumentarfilm

Wikipedia | Plakat

Wenn Du etwas absolut willst, wirst Du es erreichen. Wenn dieser Satz auf jemanden zutrifft, dann auf Florian Burkhardt. Er hat fast alles erreicht, was er wollte. Nur nicht das, was ihm am Wichtigsten war: Sich selbst zu entkommen.

Der Dokumentarfilm "electroboy" erzählt die atemlose Lebensgeschichte von einem, der aus beengten Schweizer Verhältnissen in die Welt hinauszieht auf der Suche nach Ruhm und Anerkennung. In einer Reihe von Erfolgsstories erfindet er sich in kürzester Zeit immer wieder neu, wechselt Milieus und Karrieren wie andere ihre Hemden.

Doch entpuppt sich dieses Leben im Eilzugtempo immer mehr als Flucht vor der eigenen Geschichte, die ihn irgendwann unerbittlich einholt. Ein schicksalhaftes Ereignis aus der Vergangenheit wirft seinen langen Schatten auf ihn und er muss sich der Frage stellen: Wer bin ich wirklich und warum?

Atemberaubender Dokumentarfilm
— DIE ZEIT
Eine faszinierende Dokumentation über ein wundersames Leben zwischen Selbsterfindung und Selbstfindung.
— NZZ
Ehrlich, authentisch und schonungslos.
— Bayerischer Rundfunk – KINO KINO
 
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Interviews mit Florian Burkhardt

Im 1LIVE Talk erzählt Florian Burkhardt wie es ist, sich ständig neu zu erfinden – und vom Kampf gegen die Angst. © 1LIVE, WDR

Florian Burkhardt war Snowboardprofi, Internetpionier und Model und leidet inzwischen an einer Angststörung: Marcel Gisler hat dem Selfmademan eine mehrfach preisgekrönte Dokumentation gewidmet. © Bayern 2

Gespräch über die Zeit im "Irrenhaus"

 

Ausführliches Gespräch (30 Seiten) zwischen Florian Burkhardt und Marcel Gisler über die Zeit im „Burghölzli“, der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich.

Alle wissen, was es ist, wenige wissen, wie es ist.

Das Buch zeigt die international bekannte Psychiatrische Universitätsklinik Zürich von ihrer alltäglichen Seite. Es ermöglicht ungewohnte Einblicke und erzählt authentische Geschichten von Menschen, die mit diesem Ort verbunden sind und waren.

Burghölzli
Geschichten und Bilder
Limmat Verlag (2016)

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